Freshlyground
Sie sind die weltweiten Botschafter der Regenbogen-Nation Südafrika mit ihrem multiethnischen Erscheinungsbild. Um die quirlige Frontsängerin Zolani Mahola mit Girlie-Charisma gruppieren sich sechs schwarze und weiße Musiker, die seit ihrer Gründung im Jahre 2002 rasant zu den Lieblingen der heimischen Radiostationen wurden. Mehr noch: Mit ihren europäischen Festival-Auftritten haben sie die Stereotypen von Südafrikas Musik in Übersee kräftig korrigiert.
Ein sonniger Popsound bestimmt ihre Lieder, in denen Folklore vom Kap auf Reggae-Grooves und keltisch anmutende, ausgelassene Melodien trifft. Mahola agiert dabei als Energiebündel mit kehlig-impulsiver Stimme und singt freche Texte über enttäuschte Liebe und enttäuschende Mannsbilder, Flöte, Geige und Gitarre umranken sie. Und wenn der Jive aus dem Township zum Zuge kommt, bricht die Band auch mal einen mitreißenden Zulu-Tanz vom Zaun.
Freshlyground sind wie keine andere Formation ihres Landes in der Lage, die globalisierte Musiksprache des 21. Jahrhunderts mit regionalem Kolorit vom Tafelberg in eine jugendlich-mitreißende Show zu packen.
Staff Benda Bilili
Ihre Geschichte klingt unfassbar: Mehrere Generationen von Straßenkindern mit physischen Handicaps, die am Zoo von Kongos Hauptstadt Kinshasa leben, schließen sich zu einem Oktett zusammen und beginnen vor Restaurants zu musizieren. Durch ein Filmteam wird Europa auf sie aufmerksam und schließlich schaffen sie es auf internationale Bühnen.
Ganz eigene Versionen von Rumba, Rock und Afro-Salsa kreiert die Band um Ricky Likabu und Coco Ngambali, teils auf selbstgebauten Instrumenten wie einer Gitarre aus einer Milchpulverdose. Über manchen Passagen schwebt der funky Geist eines James Brown, andere Songs leben von einem süßen, melancholischen Gesang. „Die Leute um uns herum, Straßenkids, Kriegsflüchtlinge, Prostituierte, Waisen, erzählen uns ihre Geschichten, ihre Tricks zu überleben. Sie sind die wahren Helden unseres Landes. Und wir fühlen, dass wir für sie sprechen müssen, deshalb sind wir die eigentlichen Journalisten von Kinshasa“, so Leader Ricky.
Im Oktober 2009 hat dieses erstaunliche Ensemble aus dem Herzen Schwarzafrikas den WOMEX Award erhalten, die begehrte Auszeichnung der führenden Weltmusikmesse.
LESEN SIE nachfolgend die Rezension der TIMES ONLINE vom 18. Mai über den beim Filmfestival in Cannes 2010 gefeierten Dokumentarfilm "Benda Bilili":
Aktuelles Feature auf CNN STAFF BENDA BILILI ROCKS CANNES
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