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Bet Williams & John Hodian / Avishai Cohen

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Bet Williams & John Hodian
Mit Bet Williams und John Hodian aus Philadelphia taucht der Hörer ab in verborgene Klangwelten aus archaischen Zeiten und verschütteten Kulturen. Die Transparenz von Folksongs, tiefe Empfindung eines Kunstliedes und die Spiritualität der Weltreligionen bündeln die Sängerin und der Komponist zu einer Ausdrucksform, die durch ihre vielen Reisen universellen Charakter bekommen hat.

Für ihr neues Programm haben sie sich tief ins geheime Universum armenischer Musik und Poesie begeben. Texte des Dichters Yegishe Charents, der mächtige Berg Ararat und die Stimme des berühmten Vokalisten Arto Tuncboyaciyan bilden einige der Keimzellen für ihr bislang faszinierendstes Werk, in dem auch Schätze der alten Nachbarkulturen des Kaukasus zutage gefördert werden: heilige Verse der Zoroastrer aus prä-islamischer Zeit, das Vaterunser auf Aramäisch, die walisische Bardentradition und Sanskrit-Worte aus der Bhagavad Gita.

Mit ihrer feurigen, kraftvoll tragenden Stimme steht Bet Williams dabei im Zentrum von Arrangements, die mit Piano, nahöstlichen Lauten und Perkussion ungeahnte Räume der Seele öffnen. Die Washington Post staunte: „Ein einzigartiger Hybrid aus Weltmusik, Kunstlied, Americana und Avantgarde-Folk, jegliche Kategorien sprengend, aber immer voll transzendentaler Schönheit.“

Avishai Cohen
Einen „Jazzvisionär von globalem Ausmaß“ nannte ihn das Magazin DownBeat und trifft damit ins Schwarze. Stilgrenzen waren für den 1970 in Tel Aviv geborenen Bassisten nie existent. Er folgte zunächst seinem Idol Jaco Pastorius, tauchte in der Wahlheimat New York in die Música Latina, spielte dann in Chick Coreas Sextett Origin und begleitete Stars wie Bobby McFerrin und Herbie Hancock. Selbstständig machte er sich 2003 mit eigenem Label und Trio.

Seitdem hat er viele musikalische Facetten zwischen Jazz, Nahem Osten und hebräischer Kultur ausgelotet, niemals jedoch so intensiv wie in seiner aktuellen Arbeit „Aurora“: Avishai Cohen, der nun auch seine Gesangspremiere gibt, offenbart gleich in vier Sprachen sein großes Talent als einfühlsamer Vokalist mit warmer Stimme. Er erzählt mit Inspirationen aus dem arabo-andalusischen Kulturraum, aus Israel und dem Jazz der Neuen Welt die Geschichte der Beduinen, beizeiten im Duo mit der wunderbaren Soulfärbung seiner Partnerin Karen Malka, mit arabischer Laute und sanftem Schlagwerk. Cohens Bass legt dabei eine mal souverän-zurückhaltende Grundierung, tut sich jedoch auch singend oder rockig hervor.

 

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