Seine Stimme – atmend, offen – entführt vorzugsweise in so gegensätzliche Musikwelten wie Alte Musik auf der einen und zeitgenössische Musik auf der anderen Seite. Er studierte Gesang am Nationalen Konservatorium Lissabon unter Rute Dutra und arbeitet mit herausragenden Vokalensembles wie dem portugiesischen Gulbenkian Choir, der Werke der portugiesischen Polyphonie aus dem 16. bis 18. Jahrhundert aufführt, oder dem Ensemble Officium unter Leitung von Wilfried Rombach, das sich mit seinen Interpretationen von Musik der Renaissance, Musik des Mittelalters und des Gregorianischen Chorals in den vergangenen Jahren einen hervorragenden Namen gemacht hat.
Seit 2007 lebt und studiert Tiago Mota in Basel an der Schola Cantorum Basiliensis, der Hochschule für Alte Musik, wo er bei Prof. Dominique Vellard, Kathleen Dineen und weiteren Dozenten der Schola seine Kunst verfeinert. „Bobble“ – die Oper mit wortlosem Libretto – trifft passgenau auf sein aktuelles Vorhaben: ein Ensemble-Projekt zu mittelalterlicher, wortloser Musik, unter Leitung von Eric Mentzel, das im April aufgenommen wurde.