Schlafwandlerisch sicher bewegt sie sich in der variantenreichen Rhythmiklandschaft des Jazz‘ – glockenklar in der Höhe, warm in der Tiefe. Erst im April dieses Jahres erhielt sie den Hamburger Jazz Preis, eine mit € 10.000 dotierte Auszeichnung. Jury-Vorsitzender: kein geringerer als Nils Landgren; er muss es wissen. Ulita Knaus ist ein Muss, nicht nur für Jazzer!
Ihre Musikalität hat frühe, internationale Wurzeln. Ihre Mutter, in Venezuela aufgewachsen, steckte sie schon als kleines Mädchen mit ihrer Liebe zur Volksmusik der Karibikrepublik an. Als Jugendliche lernte sie Pop, Klassik, südamerikanischen Salsa und Jazz kennen und wurde, gerade 19-jährig, Sängerin des Latinorchesters Havana, mit dem sie zwei Alben einsingt und zwölf Jahre lang durch Europa tourt.
Nach dem Abschluss ihres Jazzgesang-und Gesangspädagogik-Studiums am Konservatorium in Hilversum gründet sie 1993 ihre Gesangschule Vocaline in Hamburg und 1999 ihr eigenes Jazzensemble. 4 CDs mit vornehmlich eigenen Kompositionen hat sie mit dieser Formation eingespielt, alle geprägt von ihrer enorm ausdrucksstarken und modulationsfähigen Stimme.