Wie kaum eine andere Künstlerin im Musikbusiness ist sie sich im Laufe ihrer Jahrzehnte langen Karriere treu geblieben, auch wenn im Titel ihres Ende 2008 veröffentlichten Albums „Our Bright Future“ zumindest Ironie anklingt: Tracy Chapman verkörpert das „soziale Gewissen“ des anderen Amerikas und den Glauben daran, dass eine andere, friedlichere Welt möglich ist. Immer wieder klingt in den neuen, sozialkritischen Songs der „sanften Revolutionärin“ und viermaligen Grammy-Gewinnerin durch, dass ihr Glaube an eine leuchtende Zukunft in den vergangenen Jahren Risse bekommen hat. Doch das Ringen um Zuversicht und Hoffnung ist geblieben, wenn auch weniger von naivem Optimismus geprägt als in früheren Jahren. Tracy Chapman singt von Armut, Unrecht, Rassenhass und Existenzangst. Mit den Liedern ihres Debütalbums trat sie 1988 beim Open Air Festival im Londoner Wembley Stadion zum 70. Geburtstag des damals noch inhaftierten Nelson Mandela auf - spätestens hier gelang ihr der internationale Durchbruch. 40 Millionen verkaufte Tonträger (Stand 2008) sprechen für sich.
Die Singer-Songwriterin kleidet ihre Systemkritik in schöne, samtig-tiefe, leise Töne und vertraut auf die warme, intime Ausstrahlung ihrer Songs – wie beim unvergänglichen „Talkin‘ Bout A Revolution“ und genauso auf ihrem neuen Album. In ihren ruhigen, sensiblen Liedern reflektiert die Amerikanerin
über das Leben und die amerikanische Gesellschaft, den Einfluss der Religionen, Politik, Krieg und Gewalt. Trotz teils düsteren Stimmungen bleibt die Hoffnung auch auf der neuen CD ein zentrales Thema. Den Focus ließ sie im November wissen: „Alles ist möglich, allein deshalb könnte es eine leuchtende Zukunft geben. Ich bin mir nicht sicher, ob ich sie noch erleben werde, denn ich habe in den USA nicht den Eindruck, dass wir gegenwärtig wirklich den Willen zur Veränderung
haben. Vielleicht ändert sich das unter einem Präsidenten Barack Obama.“ 2006 wurde Tracy Chapman bei ihrem STIMMEN-Konzert auf dem Lörracher Marktplatz mit tosendem Jubel begrüßt. Mit Band wird sie am 24. Juli erneut auf der Marktplatzbühne stehen.
F Connue pour ses chansons engagées, Tracy Chapman, originaire de Cleveland, désigne la conscience sociale de l’autre Amérique. Elle a une des plus belles voix de la folk américaine et ceci depuis plus de vingt ans et sa voix, qui n'a rien perdue de sa chaleur, suscite toujours
autant d'émotion.
Support: Scott Matthew